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kohlheim

Uhliště / Kohlheim

(Gemeinde Chudenín)


19. 7. 2021

Vikariat Klatovy

Pfarrgemeinde Nýrsko

Deutscher Name: Kohlheim.

Tschechischer Name: Uhliště

  • Kapelle des hl. Linhart / Leonard (bei Uhliště)
  • Im südöstlichen Teil des Dorfes stand die heute abgerissene Kapelle (49.279928°N, 13.092881°E)1)

In den Jahren 1869-1900 war es eine Siedlung in der Gemeinde Sklenná Hut' im Bezirk Klatovy, in den Jahren 1910-1975 ein Dorf im Bezirk Klatovy. Klatovy, ab 1. Juli 1975 Teil der Gemeinde Chudenín im Bezirk Klatovy.

Vor dem Krieg war es ein deutsches Dorf, in 38 Häusern lebten 219 Deutsche und kein einziger Tscheche. Im Jahr 1982 gab es 82 Einwohner 2), im Jahr 2001 waren es 56 Einwohner in 29 Häusern 3).

Die Wallfahrtskirche St. Linhart wurde zwischen 1420 und 1430 erbaut. Es ist ein Kulturdenkmal. Von 1839 bis 1945 war die Fürstenfamilie der Hohenzollern zu Sigmaringen ihr Schirmherr.Eine interessante Besonderheit dieses Ortes war früher die Klausen-Klause, die einst eine Einsiedelei mit einer Kapelle des Heiligen Antonius war. Eine interessante Besonderheit dieses Ortes war früher die Karp-Klause, die einst die Behausung des Eremiten mit der Kapelle des hl. In der Nähe des Dorfes wurde nicht nur Kohle verbrannt, sondern auch Eisenerz gefunden.

In den dreihundert Jahren seit der Gründung der Kirche und vor allem während der Schwedenkriege wurde die Kirche mehrmals zerstört. Das letzte Mal geschah es am 11. Juli 1934, als im Haus des Kirchenmannes in der Nähe der Kirche ein Feuer ausbrach. Nach dem Brand blieben nur die Außenwände und das Deckengewölbe erhalten. Die Reparaturen an der abgebrannten Kirche wurden vom Bauamt des Fürstenhauses Hohenzollern veranlasst. Die Einweihung fand am Sonntag, den 15. September 1935 statt.

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Die Kirche vor dem Brand im Jahr 1934 (Zeichnung von K. Altmenn, Rittsteig)

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Die Kirche St. Linhart in einer historischen Aufnahme vor dem Brand 1934.

Vor der Kirche steht noch immer das inzwischen verfallene Kirchenmannshäuschen.4)

Nach 1945 wurde die Kirche nicht repariert und bald war sie in einem sehr schlechten Zustand. Um 1968 wurde sie repariert, aber dann besetzte die Armee sie und richtete einen Beobachtungsposten ein.

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Die Kirche vor ihrer Renovierung im Jahr 1991

1990 wurde eine deutsch-tschechische Rettungsgemeinschaft gebildet, bestehend aus P. Josef Šimsa aus Nýrsko, P. Otto Struppe, P. Ulrich Murr aus Neukirchen bei Hl. Blut, Ing. Albert Multerer aus Grabenstatt, die Familie Juda aus Nýrsko, Erwin Bambl aus Kössnach und Alfred Zierhut aus Plattling. Die Diözese Stuttgart spendete 30.000 Mark für die Reparaturen, die Diözese München 20.000 Mark, die Diözese Freiburg 10.000 Mark, in der Gemeinde Neukirchen wurden 40.000 Mark gesammelt, die von A. Zierhut vermittelten Spenden betrugen 8.000 Mark.

Die Restaurierung der Kirche kostete insgesamt 115.000 Mark. Die Kirchenbänke wurden von der Gemeinde Porndorf gestiftet.

Die Kirche wurde nach dreijähriger Renovierung am 4. Juli 1994 eingeweiht. Bischof František Radkovský aus Pilsen, P. Josef Šimsa aus Nýrsko, Prälat Msgr. Vladislav Sysel und der Pfarrer von Sumava, P. Otto Struppe.5)

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Kohlheim, 18. August 2010

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Kohlheim, 18. August 2010

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Ein Bericht über die Reparatur der Kirche

Die Huldigung des heiligen Linhart als Schutzpatron des Viehs machte die Kirche und Uhliště als wichtigen Wallfahrtsort bekannt. Diese Tradition wurde im Zusammenhang mit der Instandsetzung der Kirche erneuert. Jedes Jahr, am ersten Samstag nach dem Fronleichnamsfest, findet die Segnung der Pferde - der St. Linhart's Ride - an der St. Linhart's Kirche statt. Die erste Fahrt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1994 durchgeführt.

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St. Linhart's Ride (2011) 6)




Zobrazeno: 21 x

3)
Volkszählung, Tschechisches Statistisches Amt
5)
Kohlheim Informationstafel in der Kirche St. Linhart
kohlheim.txt · Poslední úprava: 26. 07. 2021 (01:10) autor: 46.167.210.38